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Paradigmen in der Medizin

Wer der Meinung ist, dass die uns am meisten vertraute universitäre Medizin die einzige (wirksame) Medizin darstellt irrt sich gewaltig. Es gibt unterschiedliche Sichtweisen der Dinge.

Wenn Sie sich für eine neues Auto interessieren mögen Sie die Farbe und Form betrachten, welche Materialien verarbeitet wurden oder ob die neueste LED Scheinwerfer eingebaut wurden. Anderseits wollen Sie auch die Fahreigenschaften kennenlernen und womöglich verlangen Sie eine Probefahrt. Diese sind schon zwei völlig unterschiedliche Betrachtungsweisen für den gleichen Gegenstand "Auto". Die erste Kriterien entsprechen der üblichen universitären Sichtweise, was der "Kausal-Analytischen Schulmedizin" entspricht, das Fahrgefühl der "funktionellen und induktiv synthetischen Medizin". Und nur gemeinsam werden sie sich wohl für oder gegen das Auto sich entscheiden. Interessant ist, wie häufig wir uns medizinisch nur auf Grund der "Farbe" entscheiden. Dass dies auf Dauer kaum Aussicht bietet auf langfristige zufriedene Patienten ist damit verständlich.

Die Zukunft der Medizin ist zweifelsohne eine Verbindung der unterschiedlichen Sichtweisen, mit dem Besten aus allen verschiedenen Welten.

Somit kennt die (Gesamt-)Medizin unterschiedlichsten Arten von Abklärungen und Behandlungen. Diese lassen sich in Kategorien einteilen, je nach den ihnen zu Grunde liegenden Theorien.

SPIRITUELLE MEDIZIN Intuition, Heilen
Lebensberatung, Fürsorge
Psychologie
ENERGETISCHE MEDIZIN Elektroakupunktur, Kirlian
Kinesiologie
Homöopathie
INDUKTIV SYNTHETISCHE MEDIZIN Hören, Sehen, Fühlen, Tasten
Riechen, Schmecken
Traditionelle Chinesische Medizin
FUNKTIONELLE MEDIZIN Belastungstests
Ernährung, Vitalstoffe, Säurebasen
Oxidativer Stress, Biochemie
KAUSAL-ANALYTISCHE SCHULMEDIZIN Histologie, Chirurgie
Bildgebende Verfahren, Röntgen
Standard-Blutlabor, Cholesterin, Blutzucker, Blutdruck

Eines der Hauptkriterien für die Zuordnung ist die Frage der Objektivität und Subjektivität. Je mehr der Faktor Therapeut mit seiner persönlichen Wahrnehmung und seinen Fähigkeiten involviert ist, um so weiter rutschen wir in den aufgeführten Kategorien nach oben. Das schulmedizinische Konzept ist bestrebt, möglichst nur den unteren Bereich zu repräsentieren.

Für das Verständnis unterscheiden wir "Schulmedizin" und die "Erweiterte Medizin".

SPIRITUELLE MEDIZIN Erweiterte
Medizin
ENERGETISCHE MEDIZIN
INDUKTIV SYNTHETISCHE MEDIZIN
FUNKTIONELLE MEDIZIN
KAUSAL-ANALYTISCHE SCHULMEDIZIN   Schul-
medizin

 

Vor allem Heilpraktiker (="Naturärzte") bedienen sich unterschiedlichen Methoden aus dem Bereich der erweiterten Medizin.

SPIRITUELLE MEDIZIN Nichtärztliche
Medizin
ENERGETISCHE MEDIZIN
INDUKTIV SYNTHETISCHE MEDIZIN
FUNKTIONELLE MEDIZIN    
KAUSAL-ANALYTISCHE SCHULMEDIZIN    

 

Eine Institution, die versucht, für diese Verfahren bei den nichtärztlichen Therapeuten eine Qualitätskontrolle einzuführen ist das EMR

Die Ärztliche Erweiterte Medizin fusst auf einer soliden schulmedizinischen Ausbildung. Der Arzt ist in seiner Verantwortung stets bestrebt, die Kriterien der Wirksamkeit, Wissenschaftlichkeit und Zweckmässigkeit zu erfüllen.

SPIRITUELLE MEDIZIN Ärztliche
Medizin
ENERGETISCHE MEDIZIN
INDUKTIV SYNTHETISCHE MEDIZIN
FUNKTIONELLE MEDIZIN
KAUSAL-ANALYTISCHE SCHULMEDIZIN

 

Selbstverständlich wird kaum je ein Arzt das gesamte Spektrum abdecken können. Auch hier gibt es, wie in der universitären Medizin Spezialisierungen.

In der Akutmedizin sind wir häufig dankbar, auf den Einsatz von wirksamen schulmedizinischen Medikamenten zugreifen zu können. Dadurch werden die Symptome rasch gelindert. Diese Entlastung ist jedoch in der Regel leider nicht mit einer Heilung gleichzusetzen. Vor allem bei chronischen Krankheiten sind wir darauf angewiesen, eine multifaktorielle Strategie zu entwickeln (Fettdruck im Diagramm).

Regel-Einrichtung
Fühler   Bewältigungsprogramm
Symptome
Gesundheit
   
 

KRANKHEITS-
U
RSACHE/N

 

 

Verschiedene therapeutische Ansätze.

  Schulmedizin Erweiterte Medizin
Ziel Keine Symptome Heilung
Allgemein Behandelt "Befunde" Behandelt den Patient als Ganzes
Allergien Antihistaminika Herdsuche, Zähne, Nasennebenhöhlen, Nahrung
Autismus Psychopharmakon Ritalin Vitalstoffe, Entgiftung, Ernährung
Durchfall Antidiarrhoika Colon-Hydrotherapie, Symbioselenkung
Fieber Antipyretica Heisse Bäder, Basen Bad, Wickel
Gallenleiden Spasmolytica Leberschonkost, Verdauungshilfen
Infektionen Antibiotika Vitamin C, Echinacin, Ozontherapie
Migräne Analgetica Schwermetallsanierung, Allergieabklärung, Vitalstoffe - Eisen
Sodbrennen Magensäure-Hemmer Magenschonkost, Allgemeine Entsäuerung, Magensäurepräparate

 

Eine der wichtigsten Unterschiede zu unserer Therapie ist, dass die Schulmedizin nicht nach den Ursachen sucht, sondern stützt sich fast ausschliesslich auf eine Bekämpfung der Symtomen.

Akut-Medikamente der Schulmedizin Medikamente der erweiterten Medizin
Symptomorientiert Behandlung der Störung
Fremde Stoffe Natürlich vorkommende Substanzen
Oft schnelle Wirkung Oft langsam wirkend, Gleichgewicht herstellend
Abhängigkeit möglich Keine Abhängigkeit
Nebenwirkungen Meist nebenwirkungsfrei
Wird von den Kassen in der Regel bezahlt. Wird von den Krankenkassen oft nicht bezahlt.


Werbeslogan für fiebersenkende Medikamente eines grossen Arzneimittelherstellers

Grundsätzlich ist Fieber unser bestes Heilinstrument! Hier zeigt sich sehr deutlich die unterschiedliche Denkweisen der Schul- und der Erweiterten Medizin.

In der Erweiterten Medizin heisst es zudem

  • Kleine Reize fördern Lebensvorgänge.
  • Mittlere Reize hemmen sie.
  • Grosse Reize zerstören sie.

Kleine Reizimpulse entfalten vor allem dann Ihre heilende Wirkung, wenn diese in sog. zyklische Prozesse Eingang finden. Da unser Körper aus Rhythmen bzw. sich ständig wiederkehrenden Stoffwechselprozessen besteht (denken Sie nur an den Kreislauf) werden kleine Veränderungen in Anlehnung an Erkenntnisse aus der Chaosforschung (Schmetterlingseffekt) grosse Wirkungen im Organismus entfalten. Sie multiplizieren und potenzieren sich durch die rhythmische Wiederholungen beliebig häufig. Aus der kleinen Ursache folgt daraus die grosse Wirkung. Dank dieser Tatsache können auch sanfte Behandlungsverfahren sehr wohl ausgezeichnet helfen.

Behandlungssysteme der Erweiterten Medizin

Grundsätzlich hat der Patient zwei Möglichkeiten sich behandeln zu lassen. Einerseits kann er einen Arzt aufsuchen, andererseits erfreut sich der direkte Gang zu einem Therapeuten zunehmender Beliebtheit. Diese Möglichkeiten unterliegen unterschiedlichen Kriterien.

Arzt Therapeut
Darf eine Diagnose stellen Darf keine Diagnose stellen
Hat meist verschiedene Verfahren zur Auswahl Hat sein Spezialgebiet
Die Indikation zur Behandlung stellt der Arzt Die Indikation zur Behandlung stellt meist der Patient (der den Therapeuten aufsucht)
Behandlung meist kostspieliger Behandlung meist günstiger
Arzt überweist zum Therapeuten für eine gezielte Behandlung Therapeut überweist zum Arzt bei fehlendem Ansprechen der Therapie
Wahrscheinlichkeit einer zweckmässigen Behandlung höher Wahrscheinlichkeit einer zweckmässigen Behandlung geringer
Benötigt keine EMR Anerkennung Benötigt EMR Anerkennung
Erweiterte medizinische Behandlungen werden seltener von den Versicherungen bezahlt Erweiterte medizinische Behandlungen werden häufiger von den Versicherungen bezahlt


URSACHEN-MEDIZIN

Wie oben beschrieben, eine der wichtigsten Aspekte, welche von der Seegarten Klinik verfolgt wird, ist die Ursachenerkenntung und deren Behandlung. Die Dominanz der reinen Symptombekämpfung und Anti-Therapien ist eine der bedeutsamsten Faktoren, welche die Gesundheitskosten in die Höhe treibt. Die Einzigen, die davon profitieren, ist die Pharmaindustrie. Sie freut sich über jeden, der zu einer lebenslänglichen Medikamentenkonsum verurteilt ist.

ABER

Die sog. Komplementärmedizin ist vor diesem fehlerhaften Konzept auch nicht gefeit. Die Einnahme von bspw. pflanzlichen Schmerzmittel verfolgt das gleiche Ziel wie von den chemischen Schmerzmitteln: Reine Symptombekämpfung. Aus diesem Grunde müssen beide medizinische Richtungen diese neue Herausforderung annehmen, nicht mehr die reine Beschwerden zu beachten, sondern alle möglichen Ursachen und Auslöser.

Es gilt zu bedenken:
Bspw. eine entzündliche rheumatoide Arthritis zu behandeln mit den klassischen immununterdrückenden Medikamenten ist wie wenn Sie zuhause einen Rohrbruch erleiden und den Spengler einbestellen. Statt das Rohr zu reparieren stellt er lediglich das Wasser ab. Was die Standardmedizin somit in solchen Situationen den Patienten zumutet würde man in keinem anderen Handwerk tolerieren.

Kommentar von Dr. med. J. van Limburg Stirum zur Abstimmung: "Ja zur Komplementärmedizin"

Das Schweizer Volk hat am 17. Mai 2009 in einer nationalen Abstimmung einem Verfassungsartikel (Grundgesetz) für die Komplementärmedizin zugestimmt. 67 Prozent der Stimmenden sprachen sich für den neuen Verfassungsartikel aus. Die Schweiz ist das erste Land in Europa, das Staat und Gliedstaaten (Kantone) in der Verfassung beauftragt, die Komplementärmedizin im Gesundheitswesen zu berücksichtigen.

Dieses Lawinenartige Ergebnis hat Signalwirkung. Nein, damit ist nicht der Wunsch nach Komplementärmedizin gemeint. Damit ist nicht das Unverständnis gegenüber den verwerflichen Aussagen vom Immunologen aus Bern, Prof. Dr. Beda Stadler, gemeint. Er gefällt mir sogar, denn er spricht genau aus dem Herzen vieler Schulmediziner. Von ihm könnten die Komplementärmediziner noch viel dazu lernen, nämlich wo es an fachkompetente und wissenschaftliche Überzeugungsarbeit gegenüber der Schulmedizin fehlt.

Das Entscheidende ist, wie dieses eindeutige Resultat ebenso eindeutig die tief verwurzelte Unzufriedenheit der Stimmbürger mit der heutigen Schulmedizin vordemonstriert. Denn wären wir mit deren Methoden und Gepflogenheiten glücklich, wäre es zur Abstimmung erst gar nicht gekommen. Offensichtlich reichen die vielen medizinischen Fortschritte der letzten Zeit nicht aus, dieses (menschliche?) Defizit zu kompensieren.

Diese Abstimmung samt Kampagne hat somit sowohl der Schulmedizin, wie auch der Komplementärmedizin unverblümt aufgezeichnet, wo es noch gilt, entscheidende Hausaufgaben zu erledigen.

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