Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist ein zusammenhängendes und unabhängiges System des Denkens und der Praxis, das über zwei Jahrtausende hinweg entwickelt wurde. Zu ihr gehören Akupunktur, chinesische Kräuterkunde und Ernährung.
Die folgenden Abschnitte vertiefen die einzelnen Themen.
Einführung in die TCM
Um die Akupunktur auch nur in den gröbsten Zügen zu verstehen, müssen wir uns praktisch vollständig von den bekannten Modellen der „modernen Medizin" lösen, andernfalls wird die Akupunktur stets in mystischen, okkulten Sphären erklingen und die ihr gebührende hohen Anerkennung verlieren.
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist ein zusammenhängendes und unabhängiges System des Denkens und der Praxis, das über zwei Jahrtausende hinweg entwickelt wurde. Sie ist in der Philosophie und Logik, im Empfindungsvermögen und den Sitten einer Zivilisation verankert, die unserer gänzlich fremd ist und besitzt daher eine eigene Auffassung von Körper, Gesundheit und Krankheit. Analog dazu ist der völlig andere Zugang zum Menschen mit seinen Leiden. Der westliche Mediziner wird nach den Symptomen fragen und versuchen, eine präzise Einzelursache für diese spezielle Krankheit zu finden, auch wenn mehrere Teile des Körpers betroffen sind. Man spricht hier von der „kausal analytischen" Denkweise: „X verursacht Y" .Diese Grundlage des westlichen Denkens formulierte Aristoteles (384-322 v.Chr.): „Die Menschen glauben nicht, dass sie ein Ding kennen, bevor sie sein Warum begriffen haben".
Der chinesische Arzt seinerseits kennt keine einzelnen Organe wie die westliche Medizin, und trotzdem ist er in der Lage, entsprechende Krankheiten zu behandeln. Wie tut er dies? Er richtet seine Aufmerksamkeit auf das gesamte physiologische und psychologische Individuum. Alle relevanten Informationen werden gesammelt und zu einem plastischen Bild des Kranken zusammengefügt, bis ein „Muster der Disharmonie" erkennbar wird, die ein Ungleichgewicht im Körper beschreibt. Die primäre Frage lautet somit „Wie ist die Beziehung von X zu Y?" Es besteht keine Notwendigkeit, nach einer Ursache zu suchen.
Lao Tse
Der Weg schuf die Einheit. Einheit schuf Zweiheit. Zweiheit schuf Dreiheit. Dreiheit schuf die zehntausend Wesen. Die zehntausend Wesen tragen das dunkle Yin auf dem Rücken, das lichte Yang in den Armen. Der Atem des Leeren macht ihren Einklang
Diese Art Logik wird „induktiv synthetisch" genannt. Disharmonien zu beschreiben, setzt ein sich vergleichendes System voraus, das in der Lage ist, eine Veränderung in Relation zum Ganzen zu erkennen. Diese Art von Logik schuf die Yin/Yang-Theorie. Sie bildet die Basis der TCM und beruht auf der Vorstellung, dass alles auf der Welt polar ist. Die Kälte kann ohne Wärme nicht sein. Das Gleiche gilt für das Licht und die Dunkelheit, Ruhe und Bewegung, männlich und weiblich, beschützend und vernichtend oder Materie und Energie. Diese Polarität, Yin (Materie) und Yang (Energie), finden wir erstmals im „Buch der Wandlungen" (Yi Jing), das um 700 v. Chr. verfasst wurde.
Einige hundert Jahre später wurde das uns bekannte chinesische Tao-Symbol geschaffen. Die wie gebogene Tropfen aussehenden Strukturen fliessen ineinander, gehen auseinander hervor, kontrollieren sich gegenseitig und sind selbst in dem anderen enthalten. Eine ewige Wandlung ist die Folge. Wer ein Haus baut, muss „Energie" hineinstecken. Wenn es fertig ist, sieht man nichts mehr von der Aktivität, die zum Errichten des Gebäudes notwendig war, aber sie ist dort in den Mauern enthalten.
Das Universum befindet sich in einer ständigen Veränderung, Bewegung als Resultat einer inneren Dynamik, so wie die vier Jahreszeiten. Niemand würde behaupten, der Frühling wäre eine Folge des Winters. Sie fliessen vielmehr ineinander, wobei sich dieser Zyklus ewig wiederholt. Entwicklungsgeschichtlich in diesen klimatischen Veränderungen eingebettet, durchwandern analog dazu alle biologischen Organismen auch die vier Jahreszeiten: Geburt, Reife, Verfall, Tod. So entstanden vier sog. „ Wandlungsphasen " (WP). Zusammen mit der Erde als der „Mitte" wurden es fünf. Sie stellen ein weiteres Grundprinzip der TCM dar (vgl. Tabelle nächste Seite). der Körper als Abbild der Beschaffenheit der Natur.
Diese vergleichende Beziehung zur Natur führte auch dazu, Krankheiten als Wechselwirkungen des Menschen mit klimatischen Einflüssen zu sehen: stürmisches Wetter als Quelle der Disharmonie. Diese „bösartigen Einflüsse" sind deren sechs: Wind, Kälte, Feuer, Hitze, Feuchtigkeit, Trockenheit und Sommerhitze.
Der Körper ist aber nur für die schädigende Wirkung dieser natürlichen Ereignisse empfindlich, wenn das Yin und Yang nicht im Gleichgewicht oder geschwächt sind. Dann erst dringt bspw. Wind in den Organismus ein (zuerst in die Oberfläche, später kann er durch eine falsche oder ausbleibende Therapie in die Tiefe vordringen) und ruft eine Winderkrankung hervor (Beachte: die Störung ist Wind und die Krankheit ist Wind, Ursache = Wirkung!). In der westlichen Sprache wäre dies bspw. Rheuma (nach Durchzug!), aber auch Infektionskrankheiten, da Keime durch den Wind verschleppt werden. Sogar Unfälle sind Windphänomene, da sie auch auf Bewegung beruhen. Die TCM arbeitet mit einer Fülle von Entsprechungen, somit wird der Wind auch mit dem Frühling assoziiert, wo er am meisten vorkommt. Da sie Bewegung verkörpert und unsere Muskulatur ebenfalls für unsere Bewegung verantwortlich ist, gehört die Muskulatur auch zum Frühling oder Wandlungsphase „Holz", denn dann ist die Zeit, in der die Natur zu wachsen beginnt (Bewegung!). Zu der gleichen Wandlungsphase gehört die Charaktereigenschaft des Cholerikers, der aufbrausen und quasi um sich schlagen kann. Und wie in unserem Sprachgebrauch behauptet wird „ihm ist eine Laus über die Leber gekrochen", so gehört die Leber ebenfalls zu dieser Wandlungsphase. Entsprechend ist sie auch am empfindlichsten für Windeinflüsse (gleiche Wandlungsphase). Ähnliche Überlegungen lassen sich mit allen anderen WP anstellen.
| Holz | Feuer | Erde | Metall | Wasser | |
|---|---|---|---|---|---|
| Jahreszeit | Frühling | Sommer | Spätsommer | Herbst | Winter |
| Yin-Organ | Leber | Herz | Milz | Lunge | Niere |
| Yang-Organ | Galle | Dünndarm | Magen | Dickdarm | Blase |
| Klima | windig | heiss | feucht | trocken | kalt |
| Emotio | Wut | Freude | Sorgen | Trauer | Angst |
| Geschmack | sauer | bitter | süss | scharf | salzig |
| Sinnesorgan | Auge | Zunge | Mund | Nase | Ohren |
| Gewebe | Muskeln | Blutgefässe | Bindegewebe | Haut | Knochen |
| Farbe | grün | rot | gelb | weiss | schwarz |
| Richtung | Osten | Süden | Mitte | Westen | Norden |
Die WP bestehen aus einem äusseren und einem inneren Energiesystem, die miteinander verbunden sind. Für uns therapeutisch wichtig ist das äussere System, das sich aus den uns bekannten Akupunktur-Meridianen aufbaut. Diese Leitbahnen sind Linien, die durch die gedankliche Verbindung der Akupunkturpunkte (AP) entstehen. Die Leitbahnen stellen Kanäle dar, in denen die Energie („Qi", ausgesprochen tschi) und das Blut („Xue", ausgespr. siöö) befördert werden und sind keineswegs mit der westlichen Vorstellung der Blutgefässe vergleichbar. So lässt sich durch die Manipulation dieser Punkte (durch Nadelung, Moxibustion (Erwärmung), oder Akupressur, Laser-Punktur usw.) das Qi und Xue direkt beeinflussen. Die AP haben auch individuelle Beziehungen zu den Wandlungsphasen und somit auch zu den Organen und weisen unterschiedliche Qualitäten auf, wie verteilend, sammelnd, dämpfend, stimulierend, usw. Die Kunst der Körper-Akupunktur (KAP) ist für jede Disharmonie (für uns Krankheit) eine Strategie mit dieser Fülle von AP zu entwickeln und sie wie Schachfiguren zum Wohle unserer Gesundheit einzusetzen. Jedoch genau wie ein Schachspieler seinem Feind unterliegen kann, muss die Akupunktur nicht auf Anhieb greifen. Unter Umständen ist eine andere Strategie erforderlich. Somit ist es voreilig, nach erfolglosen Akupunktursitzungen die Akupunktur an sich in Frage zu stellen, genau so wie wir kaum an der Antibiotikatherapie zweifeln würden, wenn sie einmal nicht helfen sollte.
Wie kann der Körper für die o.e. bösartigen Einflüsse empfänglich werden? Die Hauptursachen sind unausgewogene Emotionen, falsche Ernährung, sexuelle Ausschweifungen, physische Überbelastungen und „falsche Therapien". Diese Faktoren sollten primär angegangen werden, bevor es zum Ausbruch einer Krankheit kommt. Nei Jing sagt auf poetischer Weise:
„Medizin nach Beginn einer Krankheit anzuwenden,..… das ist, als grabe man einen Brunnen erst, nachdem man durstig geworden ist, oder schmiede Waffen erst, wenn die Schlacht bereits begonnen hat."
Hier geht es immer um Balance, Rhythmus und Harmonie. Die Nahrung sollte ausgewogen zubereitet und gegessen werden: Grünes Blattgemüse (eine Yin Substanz) wird mit Ingwer (einer Yangsubstanz) gekocht. Spezielle Körperübungen (T'ai-Chi) fördern rhythmische und kontrollierte Bewegung.
Die Diagnostik in der TCM stützt sich auf 4 Pfeilern: Beobachten, Befragen, Betasten, Hören und Riechen, wobei die ersten drei die wichtigsten sind. Zuvorderst stehen die Puls- und die Zungendiagnose, wo die energetischen Abläufe sicht- und tastbar werden. Ziel und Kunst der Untersuchung ist es, schlussendlich den Menschen als lebendiges Gemälde zu erfassen und zu interpretieren, ähnlich dem Werk eines Kunstkritikers, um daraus die individuelle Therapie herzuleiten.
Eine Akupunkturtherapie besteht in der Regel aus ca 10 Sitzungen von bis zu 30 Minuten Dauer. Es werden ausschliesslich Einwegnadeln verwendet, um eine Übertragung von Krankheiten zu verunmöglichen. Der Erfolg der Behandlung ist nicht von der Anzahl der gesteckten Nadeln abhängig. Nach dem Obengesagten muss der Patient jedoch aufgefordert werden, alle Veränderungen und Reaktionen dem Arzt zu melden, damit die Therapie evtl. der neuen Situation angepasst werden kann. Als „Nebenwirkung" kann einmal ein Blutgefäss angestochen werden, was einen kleinen Bluterguss zur Folge haben kann, ist aber völlig ungefährlich.
Wie die Ernährung als Heilmittel betrachtet wird, ist die Chinesische Kräuterkunde für die TCM fast noch wichtiger als die Akupunktur, denn durch letztere lässt sich lediglich die vorhandene Energie umleiten und ausleiten, jedoch keine zuliefern. Dazu spielt sich die KAP an der Körperoberfläche ab, die Heilkräuter dringen durch die Einverleibung direkt in die Tiefe vor. Sie haben auch verschiedene Temperatur-Qualitäten (heiss, warm, neutral, kühl, kalt), Geschmacksqualitäten (bitter, süss, scharf, salzig, sauer, fad) und Bezüge zu den Wandlungsphasen. Somit lässt sich gezielt eine Kombination von Wirkungen durch eine entsprechende Zusammensetzung erreichen. Pfefferminztee kühlt den Körper, auch wenn er heiss getrunken wird! Gleichzeitig hat er Bezug zur WP Metall oder zur Lunge. Bei also zu viel „Hitze in der Lunge" (Bronchitis mit eitrigem Auswurf) können wir damit diese Disharmonie erfolgreich abkühlen und die Genesung unterstützen.
Grundlage der Chinesischen Philosophie

Geschmack und dessen Bedeutung
| Salzig | bitter | sauer | neutral | süss | scharf |
|---|---|---|---|---|---|
| Säftemässige Ansammlung, Verdichtung der Stofflichkeit | Bereitstellung aktiver energetischer Valenzen, Energieentfaltung | ||||
| Säfte erzeugend Hygroskopisch Säfte haltend und sammelnd Befeuchtend Absenkend Laxierend Erweichend Lösend | Trocknend Aufrauhend Niederschlagend die Säfte bindend, klärend, drainierend | Adstringierend Zusammenziehend Säfte erhaltend Aufrauhend Stopfend | Den Flüssigkeitshaushalt regulierend die Ausscheidungen anregend | Säfte spendend Stützend Hygroskopisch aktive Energie spendend, regulierend, harmonisierend Puffernd | Entfaltend Lösend Öffnend aktive Energie mobilisierend an der Oberfläche wirkend |
| Kühlen, Keimen -> Ausbildung eines salzigen Sapores | Kochen, Garen, Backen: Zunahme und Konzentration der Süsse(Gemüse und Obstsorten, die in rohem Zustand sauer sind, werden süsser, wenn sie gekocht oder gegart oder zu Saft oder Kompott verarbeitet werden). Industrielle Raffinierung |
Nahrungsmittel-Temperatur und deren Bedeutung
Das Temperaturverhalten verleiht Auskunft über energetische Dynamik eines Lebensmittels.
Kalt bis heiss
Verlangsamung oder Beschleunigung physiologischer Prozesse durch die dynamische Qi-Kräfte des Nahrungsmittel. Qi-Bewegung stark oder nur leicht
Temperaturverhalten = Yang-Aspekt, da eine aktive energetische Äusserung widerspiegelt.
(vgl. Geschmacksrichtung = Yin)
Heiss, Warm, Neutral, Kühl, Kalt
Damit ist nicht die Temperatur in Grad Celsius gemeint, wie wir das Essen serviert bekommen. Es ist das spezifische Temperaturgefühl, das in uns nach der Einnahme entsteht oder thermische Wirkung die sich entfaltet. Hier gibt es fliessende Übergänge.
Kühl, kalt
Verlangsamung, Verdichtung, Ansammlung. Stoffliches wird ergänzt, Säfte werden bereitgestellt. Morgen-Tau auf der Wiese, Kondensation wie auf beschlagenen Fenstern. Sammlung von Materiellem, Prozesse werden nach unten geführt und abgelagert (Yin-Aspekt) Die Kühlen leiten Hitze aus.
Unterstützt die struktiven Energien.
Rohkost, Salate, Früchte, Limonaden, Eiscreme, Banane, Wassermelone
Alles mit Eis aus dem Kühlschrank: Kälteschock
Warm, heiss
Aktiven Entfaltung, Beschleunigung, Dynamisierung, damit Lösung, also einer der Materialisierung entgegengerichtete Kraft, zerstreuend, beschleunigend, emporhebend. (Yang-Aspekt)
Die heissen und warmen kompensieren Kälte und unterstützen die aktive Energien.
Gewürze, Lamm, Rind, Alkohol, Chillies
Ideal für die Verdauung: warm, neutral
Wenn zu heiss -> qi fliegt zum Schornstein raus.
Ideal für die Befeuchtung: Neutral, kühl
„Kühles wärmt man, Warmes kühle man."
D.h. Man sollte bei einer Kälte-Symptomatik warme oder heisse Nahrungsmittel zu sich nehmen, bei einer Hitze-Symptomatik kühle oder kalte.
Neutral
Erhaltung, symbolisiert die Mitte, wo sich befeuchtende sammelnde Kräfte mit bewegenden, konsumierenden im Gleichgewicht befinden. Vereinen beide Aspekte Yin und Yang in sich: Säfte spenden und -erhaltend, aktive Energie bereitstellend.
Übersicht der Lebensmittel und Ihr Temperaturverhalten
| HEISS | WARM | NEUTRAL | KÜHL | KALT | |
|---|---|---|---|---|---|
| METALL scharf löst Stauungen leitet nach oben | Kräuter Cayennepfeffer Chili Curry Muskat Nelke Pfeffer Piment Sternanis Tabasco Getränke Korn Whiskey Wodka Yogitee | Getreide Hafer Gemüse Frühlings- zwiebel Lauch Meerrettich Zwiebel Fleisch Fasan Hirsch Rebhuhn Reh Wachtel Wildschwein Milchprodukte Harzer-Käse Käse fermentiert Münster Käse Schimmelkäse Getränke Reiswein Kräuter Basilikum Cumin Dill Ingwer kardamom Knoblauch Koriander Kümmel Liebstöckel Lorbeer Mayoran Masala Schnittlauch Senf | Fleisch Hase | Getreide Reis Gemüse Kohlrabi Radieschen Rettich Fleisch Gans Pute Truthahn Kräuter Kresse Getränke Pfefferminze | |
| ERDE süss befeuchtet entspannt verteilt | Kräuter Fenchelsamen Zimt Getränke Fencheltee | Getreide Amaranth Sago Süssreis Gemüse Fenchel Kastanie Kürbis Süsskartoffel Obst Aprikose Korinthe Pfirsich Rosine Süsskirsche Milchprodukte Kokosmilch Kräuter Amasake Vanille Nüsse / Samen Pinienkerne Pistazie Walnuss Getränke Honigwein Likör Likörwein | Getreide Hirse Mais Gemüse Kohlsorten Buschbohnen Erbsen Karotte Kartoffel Rübe Stangenbohne Obst Dattel Feige Pflaume Traube Fleisch Kalb Rind Milchprodukte Butter Ei Käse Kuhmilch Sahne Kräuter Safran Süssmittel Honig Malz Marzipan Rohrzucker Nüsse / Samen Erdnuss Haselnuss Kokos Mandel Sesam Getränke Maishaartee Malzbier Süssholztee Traubensaft | Getreide Gerste Hefebrot Gemüse Aubergine Avocado Blumenkohl Broccoli Champignon Chinakohl Mangold Paprika Schwarzwurzel Sellerie Spargel Spinat Zucchini Obst Apfel, süss Birne Honigmelone Papaya Sojaprodukt. Tofu Sojamilch Kräuter Estragon Kuzu Pfeilwurzelmehl Süssmittel Ahornsirup Nüsse / Samen Cashewnuss Sonn.blum.kern Speiseöle Olivenöl Sesamöl Sojaöl Sonnenblum. öl Weizenkeimöl Getränke Apfelsaft Gemüsesaft | Gemüse Gurke Obst Banane Kaki Mango Wassermelone |
| HOLZ sauer bewahrt die Säfte | Getreide Grünkern Fleisch Huhn Kräuter Essig Petersilie Getränke Kirschsaft | Getreide Dinkel Weizen Fleisch Ente Milchprodukte Dickmilch Frischkäse Kefir Sauermilch Sauere Sahne Schwedenmilch Quark Treibmittel Backfermente Hefe Sauerteig Gemüse Sauerkraut Sprossen Obst Apfel, sauer Apfelkompott Brombeere Erdbeere Heidelbeere Johannisbeere Orange Preiselbeere Sauerkirsche Stachelbeere Getränke Brottrunk Champagner Fruchtsaft Hagebuttentee Hibiskustee Malventee Melissentee Prosecco Weisswein Weizenbier | Gemüse Mungbohnen- sprossen Sauerampfer Tomaten Obst Ananas Kiwi Rhabarber Zitrone Milchprodukte Joghurt | ||
| FEUER bitter trocknet aus leitet nach unten | Fleisch Hammel Lamm Schaf Ziege Gegrilltes Fleisch Kräuter Boxhornklee- same Getränke Bitterlikör Cognac Glühwein | Getreide Buchweizen Milchprodukte Schafskäse Ziegenkäse Ziegenmilch Kräuter Beifuss Curcuma Kakao Mohn Oregano Rosenpaprika Rosmarin Thymian Wachholder- beere Getränke Getreidekaffee Kaffee Rotwein | Gemüse Feldsalat Rosenkohl | Getreide Roggen Gemüse Artischocke Chicoree Eisbergsalat Endiven Grüner Salat Löwenzahn Olive Pastinake Radicchio Rote Bete Obst Holunderbeere Pampelmuse Quitte Kräuter Salbei Getränke Altbier | Getränke Enziantee Frauenmantel- tee Grüner Tee Klettenwurzel- tee Löwenzahn- wurzeltee Pils Schafgarbentee Schwarzer Tee Wermuth |
| WASSER salzig weicht auf leitet nach unten | Fisch Aal Barsch Forelle Garnele Hummer Kabeljau Lachs Languste Miesmuschel Scholle Shrimps Sardelle Thunfisch Geräucherte Fisch | Hülsen- früchte Adukibohne Erbse Linse Rote Sojabohne Saubohne Fisch Karpfen | Hülsen- früchte Gelbe Sojabohne Kichererbse Schwarze Sojabohne Fisch Calamari Tintenfisch | Algen Iziki Kombu Nori Wakame Hülsen- früchte Mungbohne Fisch Austern Kaviar Kräuter Agar-Agar Miso Salz Sojasauce Getränke Mineralwasser |
Nahrungstemperatur-Beeinflussung
Die Nahrungstemperatur kann ich auch mit Kochen beeinflussen.
| Kälter | Kühler | Neutral | Leicht wärmer | Deutlich wärmer | Erhitzen |
|---|---|---|---|---|---|
| Zubereitung in der Küche | |||||
| Eisfach Eis, Sorbet Getränke mit Eiswürfeln | In Wasser einlegen Quellen lassen Keimen lassen | Säfteherstellung, evtl. mit Zucker Sirup, evtl. mit Zucker Kompott, evtl. mit Zucker Brei Püree Mus Kleinschneiden Verreiben, z.B. Aepfel, Karotte Zerkleinern, durch den wolf drehen | Kochen In Wasser dünsten Dampfgaren Schmoren Blanchieren | Backen Grillieren Rösten Braten Fritieren In Fett schmoren In Wein Schmoren Alkoholische Zubereitung | |
| Konservierung | |||||
| Kühl und kalt servieren In salz einlegen Pökeln | Kühlen In Sojasosse einlegen In Oel einlegen | Fermentation Gärung (Joghurt, Tofu) | Trocknung (Trockenfrüchte, getrockneter Fisch) Brotherstellung Hefeteig Sauerteig Mürbteig | In Essig einlegen In Wein einlegen | Alkoholische Zubereitung |
| Industrielle Zubereitung | |||||
| Mahlen (Getreidemehl) Schälen, polieren (Reis, Getreide) | Raffinierung (Auszugsmehle) Zuckerraffinierung bei gleichzeitiger Trocknung |
Erwärmend ist auch das Kauen!!! Oder würzen usw.
Eine ChilliSchote wird auch dann noch von ihrem Temperament her heiss sein, wenn man sie aus dem Eisschrank holt und ein Glas Buttermilch ist immer noch kühl, auch wenn man es angewärmt hat.
Manipulation führt zu unterschiedlichem Temperatur- und biologisches Verhalten. Geschmack bleibt weitgehend Erhalten. Er ist nur wenn kalt weniger ausgeprägt, bzw. durch erhitzung wird der Geschmack ausgeprägter.
Ueblich bei uns sehr kalte Getränke und Fleisch auf dem Grill, rösten -> sehr heiss. Alles Extreme! Keine neutrale Nahrungsmittel.
Obst: Kühl, da wasserreich, Yin. Pressaft + Zucker + Kochen -> wärmer
Apfel roh = kühl -> evtl. Diarrhoe. Gerieben, gekocht -> wärmer -> gegen Durchfall!! Evtl auch mit Zimt -> noch wärmer.
Nahrungsmittelzusätze + Verarbeitung -> andere Energetik
Geschmacksempfinden gibt Aufschluss über wo ein Lebensmittel wirkt: In welche Tiefe, Schicht, Ebene. Wirktendenz.
Die Bezeichnung "Geschmack" übernehmen wir aus der Übersetzung des chinesischen Wortes, das sowohl den Geschmack (die Beschaffenheit) dieser Teilchen bezeichnet wie auch die Teilchen selbst, die einen bestimmten Geschmack haben. Geschmack vergleichsweise stabil und nur schwer zu beeinflussen (Yin), während das Temperaturverhalten leicht durch die verschiedenen Zubereitungsarten wie Kochen, Gefrieren usw. verändert werden kann, was dem yang Aspekt entspricht.
Tee - Zubereitung
- Aus der Kräutermischung wird ein Teekonzentrat hergestellt, welches auf eine bestimmte Anzahl Tage verteilt zu trinken und im Kühlschrank aufzubewahren ist.
- Den Beutelinhalt in ca 1 lt. kaltes Wasser geben und ev. einweichen entsprechend den Angaben auf dem Beutel.
- Nach dem Einweichen aufkochen lassen. Weiterkochen auf kleinem Feuer gemäss Angaben auf dem Beutel. Keine Aluminiumpfanne verwenden. Küchenwecker stellen. Vorsicht! Der Sud neigt zum Ueberkochen. Stellen Sie die Hitze so ein, dass die Kräuter gut herumgewirbelt werden. Je nach Anleitung kochen Sie den Inhalt zuerst 15 Minuten, lassen etwas abkühlen und erhitzen von neuem während ca 20 Minuten.
- Falls Sie ein zusätzliches Päcklein erhalten haben, geben Sie den Inhalt gegen Ende des Kochprozesses nach Angaben auf dem Beutel hinzu.
- Die ausgekochte Mischung absieben und etwas auspressen.
- Absud eine Weile stehen lassen, damit Staub, Sand und kleine Pflanzenteile absinken können.
- Absud in eine 1-Liter-Flasche giessen, den Bodensatz wegleeren.
- Diese Flasche mit frisch abgekochtem heissem, aber nicht mehr kochendem Wasser auffüllen. Das Konzentrat ist damit fertig.
- Falls das Konzentrat für 5 Tage bestimmt ist, nehmen Sie tgl. 2 dl desselben, verdünnt mit frisch aufgekochtem Wasser auf eine Tagesmenge von 3-5 dl.
- Dieser "Tee" ist nun schluckweise über den Tag verteilt zu trinken. Er sollte nicht gesüsst werden. Trinken Sie ihn nicht zum Essen und nicht nach 19.00, falls nichts anderes vorgesehen ist.
- Bei Unklarheiten, ungeniessbarem Tee und bei Symptomverschlechterung müssen Sie mit mir Kontakt aufnehmen und den Tee mittlerweile absetzen.
- Das Aussehen der Mischung kann gelegentlich variieren, je nach Zerkleinerungsgrad der Lieferung.
Nach der Lehre der chinesischen Medizin ist eine Arznei nur so lange einzunehmen, als sie vom Körper auch akzeptiert wird. Es kann sogar vorkommen, dass das instinktive Verlangen nach dem Tee zunimmt. In diesem Falle ist die Rezeptur nochmals einzulösen. Ist aber das Gegenteil der Fall, hat möglicherweise der Tee seine Aufgabe bereits erfüllt und eine andere Mischung entsprechend den neuen Anforderungen des Organismus wird benötigt.
BEZUGSAPOTHEKEN
(Auswahl!)
Bollwerk Apotheke
- A. Kilchherr
- Bollwerk 15
- 3011 Bern
- Tel.: 031-3111731
- Fax: 031-3116052
St. Peter Apotheke
- Silvia Briggen
- St. Peterstr. 16
- 8001 Zürich
- Tel.: 044-211 44 77
- Fax: 044-212 04 91
Berg Apotheke
- Max Bandle
- Stauffacherstr. 16
- 8004 Zürich
- Tel.: 044-241 10 50
- Fax: 044-291 33 19
Schloss-Apotheke
- Dr. M. Natalia
- Zürichstr. 1
- 8610 Uster
- Tel.: 044-940 35 11
- Fax: 044-940 35 12
Die Herstellung der Rezeptur erfordert in der Regel einen Tag. Aus diesem Grunde ist es anzuraten, das Rezept entweder zuerst postalisch zuzustellen oder durchzufaxen. Selbstverständlich kann es auch persönlich vorbeigebracht und die Mischung am nächsten Tag abgeholt werden. Versand nach Vereinbarung.

