Medizinisches Ozon, ein Gemisch aus reinem Ozon und Sauerstoff, kann äusserlich und innerlich eingesetzt werden. Die hämatogene Oxidationstherapie (HOT) ist ein photobiologischer Prozess, bei dem Patientenblut mit ultraviolettem Licht bestrahlt wird. Eigenbluttherapien gehören zu den ältesten uns bekannten Therapieverfahren.
Die folgenden Abschnitte stellen die Verfahren vor.
Ozontherapien
Ozon in der Medizin
Die medizinische Verwendung von Ozon (O3) wurde vor über 150 Jahren entdeckt. Die anerkannten Wissenschaftler und Erfinder Werner von Siemens und Nikola Tesla leisteten im 19. Jahrhundert Pionierarbeit für die ersten Ozongeneratoren für medizinische Zwecke. Während des Ersten Weltkriegs wurde Ozon in grossem Umfang zur Behandlung von grassierenden Infektionen eingesetzt. Später wurde der medizinische Ozoneinsatz in Deutschland und anderen Ländern weit verbreitet. In den letzten zehn Jahren hat die Anzahl von klinischen Studien dramatisch zugenommen, was zu einem besseren Verständnis der Ozontherapie führte.
Ozon als starkes Oxidans induziert antioxidative Gegenreaktionen mit einem breiten Spektrum an konzentrations- und dosisabhängigen Wirkungen, das für medizinische Zwecke genutzt werden kann. Eine beträchtliche Anzahl von randomisierten klinischen Studien unterstützt die zunehmende Akzeptanz der Ozontherapie für eine Reihe von Indikationen.
Ozon als Medikament

Das medizinische Ozon, ein Gemisch aus reinem Ozon und Sauerstoff, kann sowohl äusserlich als auch innerlich eingesetzt werden. Es wirkt stark bakterien-, pilz- und vireninaktivierend.
Medizinisches Ozon hat eine stark ausgeprägte bakterientötende, pilz-tötende und vireninaktivierende Wirkung und findet von daher einen breiten Anwendungsbereich zur Desinfektion von infizierten Wunden, aber auch bei bakteriell und virusbedingten Erkrankungen. Die durchblutungsfördernde Eigenschaft nutzt man bei der Behandlung von Durchblutungsstörungen und zur Revitalisierung. Im niedrig dosierten Konzentrationsbereich werden die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert, d.h. das Immunsystem aktiviert.
Wichtigste Anwendungen
- Diabetes, diabetischer Fuss
- Durchblutungsstörungen
- Infektionen durch Bakterien und Viren
- Immunstimulierend
- Krebs Therapie-Begleitung
- Makula-Degeneration
- Prostataleiden
- Regeneration
- Wunden, schlecht heilende
Aus den spezifischen Eigenschaften des medizinischen Ozons ergeben sich folgende Anwendungsbereiche in der Ozontherapie:
- Durchblutungsstörungen, auch im Bereich der Geriatrie
- Gestresstes Immunsystem, Infektionen
- Virusbedingte Erkrankungen wie Lebererkrankungen (Hepatitis) und Herpes
- Infizierte, schlecht heilende Wunden und entzündliche Prozesse, wie z.B. offene Beine (Ulkus cruris), entzündliche Darmerkrankungen (Colitis, Proktitis), Verbrennungen und infizierte Verletzungen, Pilzbefall usw.
- Komplementär bei rheumatischen, entzündlichen Gelenkerkrankungen
- Revitalisierung
Anwendungsformen
In der Seegarten Klinik werden seit Jahrzehnten Therapien mit medizinischem Ozon durchgeführt:
- Konventionelle Ozonbehandlung (einmalige Blutentnahme und Rückgabe mit indikationsbezogener Ozon-Konzentration)
- Beutelbegasung mit Ozon (z. B. schlecht heilende Wunden)
- Darminsufflation (bei Entzündungen, Fehlbesiedlungen, schlecht heilenden Wunden, Hämorrhoiden und bei vielen anderen Dickdarm- und Enddarmerkrankungen)
Die Anwendungsformen im Einzelnen
- Die grosse Eigenblutbehandlung in der Geriatrie und zur Behandlung von Durchblutungsstörungen sowie bei virusbedingten Erkrankungen. 50-100ml Eigenblut werden mit Ozon angereichert und als Tropfinfusion wieder verabreicht.
- Die kleine Eigenblutbehandlung wird als intramuskuläre Eigenblutinjektion zur Immunaktivierung gegeben und eingesetzt zur Revitalisierung, zur Behandlung allergischer Erkrankungen oder generell zur Verbesserung der körpereigenen Abwehr.
- Die äussere Behandlung von Wunden mit dem ozonfesten Kunststoff-Stiefel, Beutel oder einer Kunststoffglocke bei kleineren Wunden. (S. Abb. links)
- Die rektale Ozon-Verabreichung bei entzündlichen Darmerkrankungen, aber auch für die Revitalisierung und bei virusbedingten Erkrankungen.
- Die Injektion in Gelenke (intraartikulär) werden bei entsprechenden Erkrankungen in der Orthopädie durchgeführt.
- Die Injektionen in die arterielle Blutbahn (intraarteriell) sind bei massiven peripheren Durchblutungsstörungen angezeigt.
Ablauf und Kosten
Die Ozontherapie ist eine risikoarme Therapie und wird oft auch als ergänzende Massnahme zu anderen Behandlungsarten durchgeführt. In der Regel wird eine Behandlungsserie von ca. 6-10x benötigt. Je nach Ansprechen danach 1x monatlich.
Vor einer Ozontherapie sollten Sie Ihrem Arzt mitteilen, ob und gegebenenfalls welche Medikamente Sie zu diesem Zeitpunkt einnehmen. Diese Medikamente dürfen keinesfalls ohne Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden.
Sie kann von der komplementären Zusatzversicherung übernommen werden.
Ozon-Hochdosis-Therapie nach Dr. Lahodny (OHT)
Was ist bei der Ozon-Hochdosis-Therapie anders?
Durch extreme Steigerung der Konzentration und Dosis von Ozon erfolgt eine bisher noch nicht erreichte Verbesserung des Therapieerfolgs.
Durchführung
Der Patient sollte vorab ca. 0,75 Liter Wasser oder Tee trinken.
Das aus der Armvene entnommene Blut wird in eine sterile Vacumflasche gesaugt. Dort wird dem Blut Ozon zugesetzt.
Danach fliesst das mit Ozon angereicherte Blut wieder über die Armvene in den Körper zurück. Dieser Vorgang wird 6-10 mal wiederholt. Es werden in einer Sitzung 1,5-2,0 l Blut umgesetzt.
Eine OHT dauert je nach Venenqualität des Patienten etwa 2 Stunden.
Als Standardvorgehen empfiehlt sich eine Ozonhochdosistherapie pro Woche während insgesamt 10 Wochen.
Kontraindikationen
Akuter Herzinfarkt, akuter Schlaganfall, akute Anämie, Blutgerinnungsstörungen. Während der Menstruation sollte keine Behandlung durchgeführt werden.
Wirkungen
- Entgiftende Wirkung
- Enzymaktivierung
- Durchblutungsverbesserung
- Aktivierung des Immunsystem
Siehe hierzu: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Lahodny
Links
Hämatogene Oxidationstherapie (HOT)
Die "HOT" ist ein photobiologischer Prozess, bei dem Patientenblut mit ultraviolettem Licht bestrahlt wird.
Schon 1896 hat Dr. Quinke mit Bestrahlung isolierter Zellen experimentiert und konnte dabei eine Zunahme der Zellatmung feststellen. Erst dem Schweizer Arzt Dr. med. F. Wehrli war es zu verdanken, dass die HOT in die Praxis eingeführt werden konnte. Vor der Antibiotika-Aera wurde diese Therapie vor allem bei der Behandlung bakterieller und viraler Infektionen mit gutem Erfolg eingesetzt und konnte später sogar noch nach Versagen der ersten Antibiotika-Einsätze eine günstige Wirkung entfalten. Heute sieht man die Hauptindikation bei allen Störungen der arteriellen Durchblutung.
Dem liegenden Patienten werden 50 - 100 ml Venenblut entnommen und ungerinnbar gemacht. Während die Blutentnahmekanüle zwecks späterer Reinfusion liegen bleibt, wird das Blut mit reinem Sauerstoff aufgeschäumt und an eine UV-Lichtquelle vorbeigeführt.
Das behandelte Blut, welches dank dem Sauerstoff inzwischen heller geworden ist, sammelt sich in einem zweiten Gefäss, das für die Rücktransfusion gebraucht wird. Nach der HOT ist es empfehlenswert, sich zuhause noch ein bis zwei Stunden hinzulegen.
Alle Bestandteile der Behandlung sind Einmalgebrauch Wegwerf-Artikel, so dass eine Uebertragung von Krankheitserregern ausgeschlossen ist.
Was passiert nun mit dem Blut?
- Der Sauerstoff wird in energiereichen "Singulett-Sauerstoff" verwandelt. Damit werden biologische Vorgänge im Körper aktiviert.
- Blutproteine werden ohne Denaturierung gespalten und zu kräftigen Dipol-Molekülen verwandelt
- Immunzellen werden aktiviert
- Bakterien und Viren werden zerstört.
Zu 1)
Mit dem aktivierten Sauerstoff wird eine regelrechte Kaskade von chemischen Prozessen in Gang gesetzt, die im Endeffekt u.a. sog. "Cholesterinperoxyde" hervorbringen. Diese sind Energieträger, die in der Lage sind, weitere biologischen Vorgänge und Regulationsmechanismen im Körper anzukurbeln. Der wesentlichste Effekt besteht in einer deutlichen Verbesserung der Zirkulation und der Sauerstoffaufnahme im Gewebe, womit wieder normale "Lebens-Verhältnisse" der Zellen geschaffen werden. Die Grundsubstanz um die Zellverbände wird basischer, die Schlacken werden abtransportiert.
Zu 2)
Durch die Spaltung von ca 10-hoch-18 Protein-Molekülen werden kleine Dipole, ähnlich wie Magnete mit einem Nord- und Südpol geschaffen. Diese sind in der Lage, sich an kranken Zellen anzulagern und deren Membranen wieder zu stabilisieren. Somit können sich die übererregten Zellen "beruhigen" und sich erholen. Wichtig ist diese noch hypothetische Ansicht in Zusammenhang mit der Behandlung chronisch entzündlicher Prozesse und Krebs-Leiden. Auch werden rote Blutkörperchen, die durch einen Sauerstoffmangel und eine Uebersäuerung "klebrig" geworden sind, durch die Dipole wieder polarisiert, sie stossen sich in der Folge wieder ab, die sog Geldrollen in den Kapillaren lösen sich auf, die roten Blutkörperchen verkleinern sich zur Norm. Damit verbessert sich die Durchblutung der Kapillaren (Gesamtzahl beim Menschen ca. 40 Milliarden mit einer Austauschfläche von 1000 Quadratmeter !) um ein mehrfaches und damit auch die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff.
Zu 3)
Es konnte nachgewiesen werden, dass die "Fressaktivität" der weissen Blutkörperchen aktiviert wird. Zudem vermehren sich die B- und T-Lymphozyten und weisen eine gesteigerte Funktion auf.
Zu 4)
Der Grund, weshalb Infektionen nach der HOT schneller abheilen, ist bisher nicht in Einzelheiten geklärt. Eine Hypothese geht davon aus, dass die Spaltprodukte der Erreger, die durch die UV Strahlung entstehen, neue "Vakzine", wie Impfstoffe darstellen, die das Immunsystem mehrfach gegen den Keim stimulieren.
Zusammenfassend regeneriert die HOT die Grundsubstanz, der eigentliche Lebensraum der Zellen. Von diesem Milieu ist unsere Gesundheit letztendlich abhängig.
Hauptindikationen
- Arterielle Durchblutungsstörungen
- Raucherbeine
- Erhöhter Blutdruck
- Angina pectoris
- Zirkulationsstörung im Auge
- Hirndurchblutung
- Zuckerkrankheit
Gegenindikationen
- Schilddrüsenüberfunktion
- Akute Blutungen
- Spezielle Blutkrankheiten
- Fieberhafte Infekte bei welchen eher Antibiotika eingesetzt werden müssten.
Der Effekt der Therapie wird vermindert durch Vitamin E, A & C, Cortison und aspirinhaltige Medikamente.
Zusammenfassung der wichtigsten Vorgänge in Zusammenhang mit der HOT

Wirkung von HOT
Vor der HOT

Nach 4x HOT

Nach 8x HOT

Durchblutungsstörung am Fuss
Vor der HOT

Nach HOT

Durchblutungsstörung im Auge
Vor der HOT

Nach HOT

Durchblutungsstörung der Hànde
Vor der HOT

Nach HOT

Eigenbluttherapien
Wirkungsweise
Durch das Herausnehmen des Blutes aus der Zirkulation verändert sich schlagartig seine Qualität: Es wird von einem Transportmittel zu einem Heilmittel. Nach der Reinjektion wird das Blut nämlich nicht mehr als körpereigene Substanz, sondern als körperfremd erkannt, und übt, ähnlich einer Impfung, einen Antigen-Antikörper-Reiz aus. Die vielfältigen Bestandteile des Blutes wie Proteine, Antikörper, immunkompetente Zellen und diverse Toxine - als bunte Palette der bestehenden und durchgemachten Erkrankungen - machen das reinjizierte Blut zum idealen, auf die Person genauest zugeschnittenen Immunmodulator.
Geschichte
Eigenbluttherapien gehören zu den ältesten uns bekannten Therapieverfahren. Schon im 2. und 3. Jahrhundert v. Chr. wurden sie in der traditionellen chinesischen Medizin recht erfolgreich zur Umstimmung bei chronischen Erkrankungen eingesetzt: Einerseits in Form von Nadelungen zur Erzeugung subpetechialer Blutungen (Minihämatomen), andererseits in Form einer schmerzhaften Kneifmassage, begleitet ebenfalls mit Blutergüssen (Hämatombildung).
Den Eingang in die abendländische Medizin hat die Eigenbluttherapie erst an der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts gefunden. Die schwedischen Ärzte Grafstrøm und Elfstrøm setzten kochsalzverdünntes Eigenblut bei Pneumonien und Tuberkulose erfolgreich ein. 1905 beobachtete dann der renommierte Chirurg August Bier die deutlich verbesserte Heilungstendenz bei Frakturen durch Injektion von Eigenblut zwischen die Frakturstellen.
Dank guter Erfolge wurde in den folgenden Jahren die Indikation auf Dermatosen, chronische Infektionskrankheiten und schlecht heilende Wunden erweitert. In dieser Zeit der sehr eingeschränkten Diagnose- und Therapieverfahren bedeutete die Eigenbluttherapie einen ungeheuren therapeutischen Fortschritt. Erst das Aufkommen der Sulfonamide in den 30er Jahren und des Penicillins am Ende des 2. Weltkrieges verdrängte diese altbewährte Therapieform. Mit den falsch gesetzten Hoffnungen auf die neue „antibiotische Welle" verschwanden aus der täglichen Praxis auch die anderen, die Abwehrkräfte des Patienten stärkenden, Immuntherapeutika und Umstimmungsmittel.
Die Renaissance der Eigenbluttherapie
Aus dem Hauptstamm der klassischen Eigenbluttherapie entwickelten sich im Laufe der Zeit
- HOT ( Hämatogene Oxidationstherapie)
- Herstellung einer Autonosode durch Verdünnungsreihen des patienteneigenen Blutes, deren Anwendung ein breites indikationsspektrum eröffnet (z. B. bei Allergien und autoaggressiven Erkrankungen).
- Zumischung verschiedener Substanzen zum Eigenblut
- Zusatz von Ozon.
Wirkung
Die Eigenbluttherapie führt zu einer Entzündungsreaktion mit Anstieg einer verbesserten Immunreaktion. Nach der Arndt-Schulzschen Regel führen kleine und kleinste Reize zu einer Stimulierung des Immunsystems, grosse und übergrosse Reize, sprich grosse Mengen von reinjiziertem Eigenblut, aber zu dem genau gegenteiligen Effekt, nämlich einem reversiblen Zusammenbruch des Immunsystems. Die Eigenbluttherapie ist auch als ein „Stoss ins Vegetativum" häufig in der Lage, Energieblockaden, welche die Therapie chronischer Erkrankungen erschweren bzw. verhindern, zu verbessern oder sogar zu lösen.
Eine erfolgreiche Eigenbluttherapie setzt ein stimulierbares Immunsystem voraus. Schwere auszehrende Erkrankungen, fortgeschrittene Tumorerkrankungen und akute Lungenerkrankungen sollten grundsätzlich nicht mit Eigenbluttherapie behandelt werden. Gerade die häufig auftretenden Erstverschlechterungen können einen subakuten Prozess in einen hochfloriden kritischen Krankheitszustand katapultieren. Grundsätzlich sind sogenannte Erstverschlechterungen durchaus gewünscht. Gerade bei chronischen Erkrankungen bedeutet eine Rückführung in ein akutes Stadium einen therapeutischen Erfolg.
- Besserung des Allgemeinbefindens
- psychische Stabilisierung, antidepressiver Effekt
- Verbesserung klimakterischer Beschwerden
- Besserung von Schlaf- und Konzentrationsstörungen
- Anregung von Appetit und Stoffwechsel
- Förderung der Rekonvaleszenz nach durchgemachten Erkrankungen
- analgetischer Effekt bei chronischen Schmerzzuständen
- antiphlogistischer Effekt (rezidivierende Infekte)
- Störfeldaktivierung stummer Herde (z. B. Zähne).
Hauptindikationen
- Grippaler Infekt (Virusgrippe mit und ohne Fieber)
- Tonsillitis (subakut, chronisch rezidivierend)
- Chronische HNO-Infekte (besonders chronische Sinusitis)
- Pollinose
- Akute und chronische Bronchitis
- Asthma bronchiale
- Abwehrschwäche
- Hypotonie
- Psychovegetative Labilität
- Allergische Hauterkrankungen
- Akne-Furunkulose
- Chronisch rezidivierende Zystitis
- Weichteilrheumatismus, z. B. Epikondylitis
- Degenerative Gelenkerkrankungen
- Herpes simplex - Herpes zoster
- Funktionelle Darmerkrankungen, z. B. Colon irritabile
- Chronische Gastritis, Morbus Crohn
Technik der Eigenbluttherapie
Die Technik der klassischen Eigenbluttherapie ist einfach und kostengünstig. Eine Behandlungsserie umfasst 6 bis 12 Sitzungen zweimal wöchentlich. Man beginnt mit 0,5 bis 1 ml und steigert schrittweise auf 5 ml Eigenblut. Diese Menge kann über mehrere Sitzungen beibehalten werden. Grössere Eigenblutmengen verwendet man bei akuten Erkrankungen.
Grundregel
- Chronische Erkrankungen: kleine und kleinste Mengen Eigenblut, lange behandlungsfreie Intervalle
- Akute Erkrankungen: grössere Mengen Eigenblut, kurze Behandlungsintervalle
Insgesamt kann man die Eigenbluttherapie als ein äusserst wichtiges Basisnaturheilverfahren bezeichnen, welches das Spektrum anderer Therapieverfahren erweitert und ergänzt.
Sauerstoff Therapie
Sauerstoff Mehrschritt-Therapie nach Manfred von Ardenne
Prof. Dr. Manfred v. Ardenne

Das Leben ist kein statischer Zustand, sondern verkörpert eine ungeheure Dynamik, die ständig Energie erfordert, ähnlich dem Benzin-/ Luftbedarf der Automotoren. Viele Vorgänge in den Zellen, Organen und Organsystemen sind auf die Einwirkung energiehaltiger chemischer Verbindungen, die durch die Verbrennung von Sauerstoff entstehen, angewiesen. Unsere Leistungsfähigkeit ist demzufolge unter anderem von der Sauerstoffaufnahme über die Lungen abhängig und kann auf verschiedene Arten gemessen werden. Eingebürgert hat sich die Fahrrad-Ergometrie, bei der die erbrachte Leistung bei steigender Wattzahl und simultaner Blutdruckmessung und fakultativer Elektrokardiographie aufgezeichnet wird. Olympiasportler können Werte bis zu 600 Watt erreichen. Normale Bürger bewegen sich zwischen 100 und 250 Watt, je nach Grösse, Alter und Geschlecht. Diese Kenngrösse gibt uns auch Auskunft über die momentanen Leistungsreserven und ist von enormer Wichtigkeit, denn diese können durch Krankheiten, Stress und nach Operationen rapide in Anspruch genommen werden (Ermüdung bei Krankheit!). Ist der Ruhe-Energiebedarf von ca. 5 Watt nicht mehr gedeckt, tritt der Tod ein. Atemnot in Ruhe ist schon ein Hinweis dafür, dass das Sauerstoffangebot kritische Grenzen erreicht hat (Ausnahme: psychisch bedingte Atemnot, Gefühl des „nicht Durchatmenkönnens"). Uns allen ist die Abnahme der Leistungsfähigkeit im Alter bekannt.
Auffallend ist eine allgemein rapidere Abnahme der Leistungskurve ab 65 Jahren (Man tritt in den „Ruhestand").
Unterschiedlich rasch fallen im Alter die Energiereserven auf 50 Watt. Das entspricht der Grösse des Energieverbrauches bei schwereren Krankheiten, weshalb der Tod in einem solchen Fall durch eine totale momentane Energieaufzehrung eintreten kann (z.B. durch Herzstillstand). Die Abnahme der Leistungsreserven ist die energetische Erklärung dafür, weshalb im Alter Operationen und Krankheiten gefährlich sein können (Tod durch Grippe). Aus dem geht hervor, dass der Mensch sein energetisches Schicksal nur dann hinauszögern kann, wenn es ihm gelingt, Methoden zu nutzen, welche die Leistungsreserven auch in hohem Alter bedeutend und permanent erhöhen.
Die "Schritte"

1. Schritt
Steigerung der Sauerstoff-Aufnahme und Verwertung in den Körperzellen und dem Gewebe durch die vorherige Einnahme eines Vitamin-Mineralstoff-Präparates. Nach 30-60 Min beginnt der nächste Schritt.
2. Schritt
Nun wird ein Luft-Sauerstoff-Gemisch (Sauerstoff ca 95%) womöglich unter körperlicher Belastung inhaliert. Dadurch wird die Mikrozirkulation in den Kapillaren beschleunigt, die Gefässwände schwellen ab und letztendlich der Energiestatus verbessert.
3. Schritt
Durch die bereits erwähnte körperliche Belastung wird eine gute Durchblutung und Steigerung der Herz- / Lungenleistung gesichert.
Indikationen und Effekte
- Bekämpfung von Stressfolgen
- Steigerung der Lebensqualität und der Leistungsfähigkeit sowohl im Beruf als auch im Sport
- Senkung der Gefährlichkeit von Krankheiten im Alter
- Hörsturz
- Senkung von Operationsrisiken
- Beschleunigung von Rehabilitation, Wundheilung und Knochenheilung
- Milderung von Lungeninsuffizienz, Bronchialasthma und Atemnot
- Herzkreislaufstörungen, Blutdruckprobleme
Kontraindikationen
- Bestimmte Formen der chronischen Lungenerkrankungen
- Akute allergische Reaktionen
- Epilepsie
- Schilddrüsen-Ueberfunktion
- Akute Infektionen
Ablauf der SMT
| O2 in Liter/Min | Körperliche Belastung in Watt | Dauer der Einzelsitzung in Min. | Sitzungszahl pro Kur | |
|---|---|---|---|---|
| SMT in Ruhe | ca. 4 | 0 | 60 | 15-20 |
| SMT mit Belastung (Schnellprozess) | 10-12 | 20 bis 160-Alter | 15-20 | 15-20 |
Dazwischen angepasstes Bewegungstraining. Täglich Puls während 10 Min bis 180-Alter steigern lassen. Kur-Wiederholung 1-2x pro Jahr
In der Praxis erhalten Ihre persönliche Sauerstoffmaske.
Nebenwirkungen
Da der reine Sauerstoff ein hochwirksames Arzneimittel darstellt, können bei Ueberdosierung Nebenerscheinungen auftreten. Diese äussern sich in Schwindel und Kopfschmerzen. Diese müssen gemeldet werden, um die Sauerstoffdosis anpassen zu können.
Für die reine Sauerstoffanwendung zuhause
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