Blutdruck, Blutfette und Durchblutung hängen mit Stoffwechsel, Entzündung und Lebensstil zusammen. Wir klären ab, bevor Beschwerden entstehen, und begleiten, wenn sie da sind.
Die folgenden Abschnitte stellen die Verfahren vor.
Aderlass
Hier werden in der Regel ca 200ml Blut der Armvene entnommen. Der Aderlass dient der Entlastung des Kreislaufes, der Entschlackung und Ausleitung.
Hat man zu «dickes» Blut mit Störung der Fliessgeschwindigkeit können die Zufuhr von Sauerstoff und Nahrungsstoffen, den Abtransport von Schadstoffen und Stoffwechselprodukten verlangsamt sein. Sicher wurde in der Vergangenheit auch Missbrauch mit den Blutentziehungen getrieben und brachte sie in Verruf; GALEN und HIPPOKRATES bedienten sich ihrer meisterhaft, viele, vor allem französische Ärzte forderten aus Unvorsichtigkeit, Sorglosigkeit und Übertreibung Opfer und führten oft zur Ablehnung einer so «gefährlichen» Methode.
Erst heute, da die Blutentziehung wieder «aus Amerika» zur Infarktprophylaxe kommt, oder Blutegel in der Wiederherstellungs- und plastischen Chirurgie wieder hoffähig werden, kommt die Schulmedizin darauf, dass «etwas» daran sein muss. Bei drohendem Lungenödem, bei Eklampsie, bei drohender Urämie und Polycythemia vera «gestattet» die Schulmedizin den Aderlass, d. h. man wird wenigstens nicht eines Kunstfehlers geziehen, wenn man ihn anwendet, man wird nur belächelt. Dabei ist das Indikationsgebiet für Blutentziehungen so breit gefächert, dass man in der inneren Medizin, in der Traumatologie und in der Gynäkologie viele Möglichkeiten und Chancen vergibt, wenn man die Blutentziehungen nicht anwendet.
Was geschieht beim Aderlass?

Durch das Entfernen einer "Portion" Blut muss neues Blut nachgebildet werden. Diese junge Blutkörperchen sind elastischer als die "alten". Dadurch erhöht sich die Gesamtfluidität des Blutes geringgradig. Weil das gleiche Blut jedoch tausende Male im Kreislauf zirkuliert wird dieser kleine Effekt "multipliziert" und resultiert in eine längerfristig wesentlich verbesserte Durchblutung.
Dass die Frau bis zur Menopause vor Arteriosklerose und Herzinfarkt geschützt bleibt, ist unter anderem wahrscheinlich auf ihre physiologischen monatlichen "Aderlässe" zurückzuführen.
Durchführung
Bis zum Erreichen des Wunschhämatokrites (Anteil roter Blutkörperchen im Vollblut), welcher bei Männern um 42% und bei Frauen um 40% liegt, werden in der Regel Portionen von 200 - 250ml alle 2 Wochen abgenommen. Es ist wichtig, vor dem Aderlass und am gleichen Tag viel, sehr viel zu trinken: Mindestens 2-3Liter Wasser.
Herzratenvariabilität
- Wie anpassungsfähig ist Ihr Herz auf innere und äussere Reize?
- Steht Ihr Herz ständig unter Strom?
- Kann Ihr Herz sich erholen?
- Wie ist das Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung?
Die Messung der Herzratenvariabilität (Heart Rate Variability, HRV) ist der erste Schritt in ein neues Gleichgewicht. Sie registriert den Herzrhythmus im Liegen und im Stehen. Daraus werden die Aktivität des vegetativen Nervensystems (Sympathikus und Parasympathikus) und die Gesundheit von Herz und Kreislauf abgeleitet.
Woher weiss ich, wann ich gestresst bin?
Manchmal merkt man genau, dass man unter Strom steht, zum Beispiel wenn der Puls erhöht ist. Aber nicht immer nimmt der Mensch eine Stresssituation als solche wahr. Wer sein Stressprofil im Alltag genau unter die Lupe nehmen will, sollte eine HRV-Messung durchführen lassen.
Die Herzratenvariabilität gibt an, in welchen zeitlichen Abständen unser Herz schlägt, und ist damit ein Mass für die Regulationsfähigkeit des Herzens. Je mehr der Herzschlag variiert, umso besser passt sich das Herz an die Umwelt und an innere Reize an (Gedanken, Gefühle, Krankheiten). Umgekehrt gilt: Je regelmässiger das Herz schlägt, desto mehr Stress erfährt der Körper.
Die Herzratenvariabilität sagt auch etwas über das Allgemeinbefinden aus. Eine hohe Anpassungsfähigkeit des Herzens an äussere und innere Einflüsse ist gleichbedeutend mit einem guten gesundheitlichen Zustand.
Das autonome Nervensystem
Die HRV-Messung gibt Einblick in das autonome Nervensystem (ANS), das unseren ganzen Körper steuert. Zum Glück müssen wir nicht bei jedem Herzschlag daran denken, sonst wären wir tot! Auch unsere Verdauung wird vom autonomen Nervensystem gesteuert, ohne dass wir uns darauf konzentrieren müssten. Das ANS hat zwei funktionelle Teile.
Das parasympathische Nervensystem
Das parasympathische Nervensystem (PNS) ist im Ruhezustand aktiv. Es regelt die Verdauung, aktiviert die Entgiftungsfunktion der Nieren und der Leber und das Immunsystem, ist am Fühlen und am Ausdruck von Emotionen beteiligt, reguliert das Schlucken, die Speicheldrüsen und die Stimme und überhaupt alle Funktionen, die mit Regeneration und Heilen zu tun haben. Das PNS ist auch an der Durchblutung dreier Körpergebiete beteiligt: Gehirn, Zähne und Becken.
Das sympathische Nervensystem
Das sympathische Nervensystem (SNS) ist aktiv, wenn wir uns mit der Umwelt auseinandersetzen. Sobald wir aufstehen, übernimmt es die Führung. Es reguliert die Weite der meisten Blutgefässe (es verhindert damit Unterkühlung und bestimmt, wo im Körper zu jedem Zeitpunkt wie viel Blut zur Verfügung steht), die Schweissdrüsen, die Muskelspindeln der quergestreiften Muskulatur (und damit die Muskelspannung) und vieles mehr.
Beide Systeme pumpen mehr als 70 verschiedene Neuropeptide mit verschiedensten Aufgaben in die Peripherie und zurück ins Zentralnervensystem.

Wie die HRV gemessen wird
Schon lange bekannt ist der Schellong-Test, bei dem Blutdruck und Puls im Liegen und im Stehen gemessen werden. Die HRV-Messung lehnt sich an dieses bewährte Verfahren an und misst das autonome Nervensystem ebenfalls im Liegen und im Stehen. So entsteht ein Abbild von Parasympathikus und Sympathikus.
Für die Messung braucht es ein spezielles Gerät, das die elektrischen Signale des Herzens über einen Brustgurt überträgt. Die Messung ist also vollkommen unbedenklich, wie ein EKG. Sie sollte an einem normalen Tag durchgeführt werden, der Ihren Alltag gut wiedergibt, und nicht, wenn Sie aussergewöhnlich gestresst oder akut krank sind.
Beim Gesunden ist das PNS im Liegen aktiv und zieht sich im Stehen zurück; das SNS ist im Stehen aktiv und zieht sich im Liegen zurück. Im Liegen misst die HRV die Aktivität des «Intrinsic Cardiac Nervous System», eines komplexen Nervennetzes am Herzen, das hauptsächlich aus sympathischen und parasympathischen Nervenzellen besteht. Beim Aufstehen muss das ganze Blutgefässsystem reagieren und die Gefässe leicht zusammenziehen, damit das Blut nicht in die Beine absinkt. Das Aufstehen prüft damit nicht nur das Herz, sondern die sympathische (teilweise auch die parasympathische) Nervenversorgung der glatten Muskulatur aller Blutgefässe. Der Test erfasst so einen grossen Teil der Nervenzellen des ANS und erlaubt stellvertretend Aussagen über dessen Gesamtzustand.
Zwei Beispiele


Was mache ich mit dem Ergebnis?
Ist das autonome Nervensystem geschwächt, kann der Arzt daraus, zusammen mit weiteren Untersuchungen, individuelle Behandlungen empfehlen. Mit Mikronährstoffen, die auf Ihren persönlichen Bedarf abgestimmt sind, lässt sich das Verhältnis zwischen Anspannungs- und Erholungsphasen und damit die Herzratenvariabilität günstig beeinflussen.
Weil die Messung einfach und kostengünstig ist, eignet sie sich hervorragend, um den Therapieerfolg zu dokumentieren.
Homozystein

Beim alternden Menschen beschränken sich die wichtigsten chronischen Krankheiten auf einige wenige Grundleiden. Davon stehen die gefässverkalkenden arteriosklerotischen Veränderungen an erster Stelle. Dass aber immer jüngere Personen davon betroffen sind, hängt auch von unserer modernen Lebensweise ab. Risikofaktoren: Rauchen, keine naturbelassenen Lebensmittel mit Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, Übergewicht, mangelnde Bewegung und Stress. Hier spielt das so viel zitierte Cholesterin eine untergeordnete Rolle. Es hat bisher eher von den wichtigeren Ursachen der Arteriosklerose abgelenkt und damit den Prognosen mehr geschadet als genützt. So wurden nur bei 35% der Herzkranken ein erhöhtes Cholesterin gefunden. Die nicht herz-kreislauf bedingten Todesfälle bei Männern und Frauen haben mit der Reduktion des Cholesterins eher zugenommen. Dabei traten vor allem Verdauungsleiden und Tumore auf. Bei Frauen gibt es sogar keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Cholesterin tatsächlich bei Gefässschäden überhaupt eine Rolle spielt, da die bisherigen Studien nur Männer einbezogen. Eine kritiklose Übertragung der Daten auf Frauen ist nicht legitim. Es wird somit Zeit, das alte Dogma der Cholesterinhypothese ernsthaft in Frage zu stellen. Auf der Suche nach anderen Risikofaktoren wurde Ende der 80er Jahre erstmals das Homozystein, eine giftige Aminosäure, entdeckt (Aminosäuren werden für die Eiweissproduktion benötigt, in der Homozystein ein Zwischenprodukt darstellt). Bei den relativ seltenen Enzymmangelkrankheiten, bei denen es zu einer Anhäufung dieser Aminosäure kommt, sterben die Betroffenen an einer ausgeprägten Arteriosklerose und Thrombosen in jungen Jahren. Diese „Homozysteinämie" ist aber auch in abgeschwächter Form relativ häufig anzutreffen. Genetische Bedingungen finden wir bei 1 von 70 (!) Personen. Noch häufiger liegt die Ursache an einem Vitaminmangel (Folsäure, Vitamin B6, B12, Cholin, Riboflavin) durch Fehlernährung, Alkohol, Rauchen, in mangelnder Aufnahme (Permeabilität) durch den Dünndarm, in Magersucht, Bestrahlung, Chemotherapie oder anderen Medikamenten. Letztere sind vor allem Magensäureblocker, Epilepsiemittel, Antidepressiva, Antibaby-Pille u.a. Es kann vermutet werden, dass so schwerwiegende chronische Volkskrankheiten wie grauer Star, Osteoporose, Hirnleistungsstörungen, Altershaut, Rheuma usw. mit erhöhten Homozysteinspiegeln übereinstimmen. Interessant ist, dass bei Menschen mit Down-Syndrom Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen so gut wie unbekannt sind. Verantwortlich dafür ist das hier überzählige Chromosom, welches verhindert, dass das Homozystein ansteigt.
Biochemie des Homozysteinstoffwechsels

Mechanismus der Arteriosklerose
Homozystein kann relativ leicht oxydiert („ranzig") werden, wobei es zur Freisetzung von Wasserstoffperoxid kommt, welches die Gefässwände direkt angreift und bestimmte Fetteiweisse ebenfalls ranzig werden lässt. Mit steigendem Homozystein wird die Blutgerinnung gefördert, womit das Thromboserisiko weiter ansteigt. Erst nachdem das Homozystein Primärschaden an den Gefässwänden gesetzt hat, kann sich das Cholesterin einlagern. Somit spielt Cholesterin in der Entstehung der Gefässkrankheiten eine untergeordnete Rolle! Nierenkranke leiden ebenfalls vermehrt unter Gefässkomplikationen. Erklärt wird dies dadurch, dass die Nieren nicht mehr in der Lage sind, Homozystein auszuscheiden. Dies geschieht auch bei der Zuckerkrankheit.
Therapie
Die Vorstufen-Aminosäuren zu Homozystein sollten möglichst vermieden werden. Dazu zählen methioninreiche Lebensmittel, wie z.B. Fleisch. Methioninarm ist eine vegetarische Kost. Bevorzugen Sie deshalb ballaststoffreiche Nahrungsmittel, vermeiden Sie lange Lagerungszeiten oder das Verkochen der Lebensmittel. Waschen Sie Obst und Gemüse stets unzerkleinert und lassen Sie es nur kurz im Wasser liegen. Dünsten Sie Gemüse und nehmen Sie dazu nur wenig Flüssigkeit. Verwenden Sie nach Möglichkeit die Kochflüssigkeit weiter (z.B. für die Zubereitung von Saucen).
Sorgen Sie für genügend Vitamin B6, B12 und Folsäure. Entsprechende therapeutische Dosen sind jedoch leider mit der üblichen Nahrung kaum zu erreichen.
Je nach Risikosituation müssen individuell diese Vitamine zusätzlich eingenommen oder gespritzt werden. Unter Umständen wären unterstützende Massnahmen, wie die Chelat-Therapie oder Hämatogene Oxydationstherapie sinnvoll. Es bedarf aber einer vorgängigen Abklärung, um unnötige Therapien zu vermeiden.
Bei deutlich erhöhten Homozysteinspiegel ist heute eine genetische Untersuchung des "Steuerenzyms" Methylen-TetraHydroFolate Reduktase MTHFR angezeigt (s. Abb. Seite 14: Homocysteine-Methyl-Transferase). Ein weit verbreiteter Polymorphismus im MTHFR-Gen führt zu einer Variante des MTHFR-Enzyms. Die Sequenzvariante besitzt nur etwa 50% der Aktivität des Wildtyp-Enzyms. Individuen mit dieser thermolabilen Form haben infolgedessen höhere Plasmawerte für Homozystein. Verantwortlich ist ein Basenaustausch in der kodierenden Region des MTHFR-Gens. An der Position 677 findet sich bei der veränderten Form ein Basenaustausch von C (Cytosin) nach T (Thymin). Dieser Austausch resultiert in der Aminosäuresequenz des Proteins in einem Wechsel von Alanin zu Valin. Der Polymorphismus ist weitverbreitet. Etwa 40% der Bevölkerung sind homozygot für den Wildtyp (C677), 45% heterozygot (C677 und T677) und 15% tragen homozygot die Sequenzvariante (T677). Ist eine homozygote Konstellation nachgewiesen muss lebenslänglich für einen ausreichenden Vitaminzufuhr und entsprechenden ernährungsheilkundlichen Massnahmen, wie oben angegeben, gesorgt werden.
Lipid Exchange Therapy nach Patricia Kane

Die Lipid Exchange Therapie wird für zwei Hauptindikationen eingesetzt
- Durchblutungsstörungen
- Entgiftung
DURCHBLUTUNGSSTÖRUNGEN
Die Lipid Exchange Therapie besteht im Wesentlichen aus Infusionsbehandlungen mit essentiellen Phospholipiden (EPL). Der besonders wirksame Bestandteil ist dabei das Phosphatidylcholin, welches nachgewiesenermassen bei intravenöser Gabe in der Lage ist, abgelagerte Fette von der inneren Gefässwand zu entfernen und vorbeugend die erneute Anlagerung von Cholesterin zu verhindern.
Die Hauptanwendungsgebiete sind Förderung der arteriellen Durchblutung bei Atherosklerose, weil es Plaques abbaut, Senkung des Cholesterinspiegels und Auflösen von Fettembolien (Fettkugeln, die die Gefässe in der Lunge verstopfen).
Wirkungen von Lipid Exchange
- verkleinert atherosklerotische Plaque
- senkt das LDL Cholesterin
- erhöht das HDL Cholesterin
- hilft bei Angina Pectoris (Herzenge)
- verlängert die Gehstrecke bei Durchblutungsstörungen der Beine
- verbessert die mentalen Funktionen
- verbessert die sexuelle Potenz
Wer braucht Lipid Exchange Therapie?
In den letzten Jahren hat unser Therapiezentrum sehr gute Ergebnisse in der Behandlung von Durchblutungsstörungen erzielt - unabhängig davon, welche Organteile betroffen waren. Reichlich Erfahrung besteht in der Behandlung von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe, der Beingefässe und der Gehirngefässe. Zugehörige Beschwerdebilder wie Herzenge, Ohrensausen (Tinnitus), Schaufensterkrankheit (Claudicatio), Atemnot unter Belastung konnten durch Lipid Exchange Infusionen nebenwirkungsfrei sehr gut gebessert werden. Die Gehstrecke wird länger, die Herzenge verschwindet und auch Impotenz spricht gut auf die Behandlung an.
Die Behandlung eignet sich besonders, wenn die kleinsten Gefässe (Kapillaren) betroffen sind wie zum Beispiel bei Diabetes und bei erhöhten Cholesterinwerten (Prophylaxe und Therapie).
Die Lipid Exchange Therapie
Die Therapie besteht aus intravenösen Infusionen, deren Anzahl von der Schwere der Krankheit abhängt. Die Infusionen werden ambulant durchgeführt und dauern je 1.5 bis 2 Stunden und sind nicht belastend. Wir empfehlen aus Erfahrung die kombinierte Behandlung mit Lipid Exchange und Chelatinfusionen im Wechsel oder in Kombination. Dadurch werden die Behandlungserfolge besser als mit alleinigen Chelatinfusionen. Der genaue Therapieplan wird individuell nach den medizinischen Ausgangsbefunden festgelegt. Eine Grundbehandlung bei der schon Behandlungserfolge sichtbar werden, besteht aus durchschnittlich 20 Infusionsbehandlungen - je nach Schweregrad der Grunderkrankung.
Die beste Therapie ist eine Kombination von Lipid Exchange - und Chelat Therapie. Bereits nach 5 Lipid Exchange Infusionen merkt der Patient oft eine spürbare Verbesserung der Durchblutung im betroffenen Gebiet. Medikamente können reduziert werden, und der Patient ist wieder leistungsfähiger. Die sexuelle Potenz wird wiederhergestellt, Gehstrecken werden länger und der Patient mit Angina Pectoris hat viel weniger Anfälle.
Studien mit Labortieren zeigten auch eine Verlängerung der Lebensdauer um durchschnittlich 36%. Somit erhofft man sich einen Antiaging Effekt auch beim Menschen.
ENTGIFTUNG
Patricia Kane und Ed Kane haben besonders auch aufgrund der Fettsäurenanalytik spezielle Protokolle erarbeitet, welche Neurotoxine wie Schwermetalle aber auch Bakterientoxine und andere toxische Substanzen vor allem aus dem überwiegend fetthaltigen Gehirn- und Nervengewebe und den Toxinspeicherorganen Leber und Gallenblase entfernt werden können und wie gleichzeitig dadurch auch eine effektive regenerative Therapie beeinträchtigter Leber- und Nervenzellen erzielt wird.
Entgiftung mittels Phospholipiden
Die Gesundheit der Zellmembran ist gleichbedeutend mit der Gesundheit des gesamten Organismus. Die schlimmsten Gifte sind fettlöslich und klammern sich entsprechend an Fettsäuren. Sie nisten sich im wahrsten Sinne des Wortes in fetter Umgebung ein und schwächen und stören dabei die Zellfunktionen. Das wahrscheinliche Ergebnis ist der frühe Zelltod (Apoptosis). Im allgemeinen sorgt die normale Mitose für neues Zellwachstum, um die Gesundheit des Körpers zu erhalten, was aber im Falle von Nervenzellen leider nicht oder nur sehr begrenzt zutrifft.
Durch die Affinität von Giften zu Fetten können diese aus den abgestorbenen Zellen leicht wiederum in die neuen Zellen gelangen. Im Stadium der Gesundheit - wenn ausreichend Glutathion und Vitamin C vorhanden sind, um diese Toxine zu binden, ehe sie sich in den neu gebildeten Zellen einnisten können - kann der Körper diese Giftstoffe unter Kontrolle halten.
Ziel der Entgiftung
Durch den Austausch von geschädigten Fetten durch gesunde (PC s.u.) soll der Zerstörungsprozess aufgehalten werden bzw. betroffene Zellen regenerieren. Dazu dient auch das wichtige Entgiftungsmolekül Glutathion, welches bei der Lipid Exchange ebenfalls zum Einsatz kommt.
Phosphatidyl-Cholin (PC)
ist das am häufigsten in der Zellmembran vorkommende PhosphoLipid. Wegen ihres Gehaltes an Fettsäuren und wegen der fettlöslichen Eigenschaften von Giften sind auch Therapien auf Fettbasis nötig, um Gifte ausleiten zu können.
Studien
Umfangreiche Forschungsarbeiten über die Wirkung von PC haben gezeigt, dass es die Leber vor Schädigungen durch Alkohol, Arzneimittel, Umweltgifte und fremde Biostoffe schützt sowie vor Infektionen durch Viren, Bakterien und Pilze (Lieber 1994a, 1994b, 1995, 2001a, 2001b).
In der bahnbrechenden Studie aus dem Jahre 1973 von Wallnoefer und Hanusch wurden 650 Patienten mit unterschiedlichem Grad von Leberschädigungen 5 Jahre lang beobachtet. Die Patienten erhielten 950 mg PC intravenös und zusätzlich 450-700 mg PC oral. Sobald die Blutwerte normal waren, erhielten die Patienten PC nur noch oral. Die Patienten wurden entsprechend dem Grad ihrer Leberschädigung in folgende Kategorien eingeteilt:
- -degenerierte Fettleber,
- -akute Entzündung,
- -chronische aggressive Entzündung und
- -fortgeschrittene Zellzerstörung.
Alle Kategorien profitierten deutlich von der Behandlung mit PC: Bei vielen Patienten konnte die degenerierte Fettleber völlig geheilt werden und bei jenen mit akuter Entzündung beschleunigte sich der Heilungsprozess um durchschnittlich 10 Tage.
Der Einsatz von Antiepileptika führt häufig zu Lebervergiftungen. Der Status von Patienten, die im Durchschnitt 5 Jahre lang solche Medikamente erhalten hatten, wurde mittels der Erhöhung ihres GGT-Wertes bestimmt (Hisanaga 1980) und ihnen 6 Monate lang PC verabreicht. Damit wurde eine konsistente Verbesserung des Status der Patienten und eine Senkung ihrer GGT-Werte erzielt. Kuntz (1965) erzielte ähnliche Verbesserungen durch Gaben von PC bei Patienten mit chemischen Vergiftungen und Esslinger (1966) bei Patienten mit pflanzlichen Vergiftungen.
Wiederholte virale Attacken sind eine grosse Herausforderung für die Leber. Die Verabreichung von PC hat sich in vielen kontrollierten Versuchen als sichere und wirksame Massnahme gegen virale Infektionen erwiesen. (Mueting 1972, Hirayama 1980, Yamo 1978, Kosina 1981, Jenkins 1982, Visko 1985, Hantak 1990, Ilic und Begic-Janev 1991). Optimale Ergebnisse wurden bei diesen Studien erzielt, wenn den Patienten PC sowohl oral als auch intravenös in höheren Dosen verabreicht wurde. Sobald die klinischen Werte sich normalisierten, erhielten die Patienten PC nur noch oral.
In diesen Studien konnte gezeigt werden, dass durch die Behandlung mit PC die Leber-Enzyme, Serum-Lipide, Immun-Marker und Bilirubin abnahmen und mittels Leber-Biopsien konnte festgestellt werden, dass degenerierte Fettlebern, akute Entzündungen, Gelbsucht, Leber-Schwellungen und Fibrose geheilt wurden.
Patricia Kane hatte erstaunliche Erfolge bei Patienten mit ALS oder Parkinson durch die Gaben von PC zusammen mit Glutathion. Patienten im Rollstuhl gefesselt waren wieder in der Lage, einige Schritte selbständig zurückzulegen.
Hauptindikationen
- Leberentgiftung
- Nervenleiden
Venen - Krampfaderverödung
Die Zirkulation der Beine beruht auf einer komplexen Zusammenarbeit der Arterien, Venen, Lymphgefässen und Muskulatur. Das sauerstoffarme verbrauchte Blut muss entgegen der Schwerkraft durch das Venensystem zum Herzen zurückbefördert werden. Um diese Aufgabe zu erleichtern, besitzen die Venen Klappen, die wie Ventile das Zurückfliessen des Blutes verhindern. Damit wird das Blut durch die Venen, welche beim Laufen durch die Muskulatur zusammengepresst werden ("tiefe Venen"), regelrecht zurückgepumpt ("peripheres Herz" des Körpers). Deshalb ist Laufen gesund, das Stehen schlecht.

Die oberflächlichen Venen, die als Krampfadern bei derer Erweiterung in Erscheinung treten, besitzen diesen Muskelschutzmantel nicht. Obwohl Venenklappen auch hier vorkommen, werden sie deshalb durch das Gewicht des darüberliegenden Blutes eher erweitert. Dies verhindert den intakten Klappenschluss, womit das Blut in die entgegengesetzte Richtung zurückfliessen kann. Ein Teufelskreis ist entstanden. Schlussendlich strömt das Blut durch die oberflächlichen Venen nach unten statt nach oben. Die Haut wird damit mit vermehrt sauerstoffarmen Blut versorgt, woraus offene Beine und schlecht heilende Wunden resultieren. Ebenfalls muss das tiefe Venensystem nicht nur das normale, sondern auch das zurückfliessende Blut bewältigen, was auf die Dauer zu einer Ueberlastung (Wadenkrämpfen, Schwellungen, schweren Beinen) führen kann.
Eine rechtzeitige Verödung oder Venenoperation kann dies wirkungsvoll verhindern und stellt gleichzeitig eine der wichtigsten medizinischen Indikationen zu deren Behandlung dar. Die kleinen Krampfadern und die störenden Besenreiservenengeflechte sind dagegen medizinisch unbedeutend, nehmen aber kosmetisch eine wichtige Stellung ein. Während die grossen, dicken Krampfadern eher dem Chirurg überlassen werden sollten, sind die Kleinen und Mittelkalibrigen die Domäne der Verödung (=Sklerosierung). Frauen leiden ca. doppelt so häufig an Krampfadern als Männer.
Die Venen-Verödung

Ein Verödungsmittel wird in die Vene gebracht, um eine künstliche Entzündung ihrer Wände zu erzeugen. Einige dieser Mittel sind jodhaltig, weshalb eine Iodallergie unbedingt mitgeteilt werden muss. Die kleineren Venen werden direkt angespritzt, den Grossen wird das Blut zuerst abgelassen. Das Bluten kommt nach Anheben des Beines zum Stillstand. Die Vene ist nun leer und zusammengefallen. Das Sklerosierungsmittel, jetzt injiziert, kann in voller Konzentration seine Wirkung entfalten.
Der Kompressionsverband
Anschliessend heisst es gut einbinden, damit die gereizten Venenwände zusammengepresst werden und somit verkleben können. In der Regel sind dazu mehrere Binden erforderlich. Eine kleine selbsthaftende Binde über der Verödungsstelle muss bis zum Abend des darauffolgenden Tages belassen werden. Achtung, vor allem in der Nähe der Sprung- und Kniegelenke kann (bewegungsbedingt) die Haut unter der Binde gereizt und geschürft werden. Sollten Schmerzen auftreten, müssen Sie die Binde entfernen und nachsehen. Die elastischen Binden müssen am Abend vor dem Schlafen entfernt und morgens wieder straff angelegt werden. Die Technik des Einbindens muss erlernt werden! Lassen Sie sich gut instruieren. Wenn die Zehen blau anlaufen heisst das nicht, dass die Kompression zu eng ist. Erst wenn Schmerzen oder Krämpfe auftreten, sollte der Verband gelockert werden. Nach dem Ausbinden und vor dem Einbinden muss an der Stichstelle das Ihnen verschriebene Venengel eingerieben werden. Im Verlaufe der Behandlung können kleine Knötchen - gestocktes Blut zwischen den verklebten Venenenden - an der Verödungsstelle entstehen. Sie verschwinden in der Regel nach Monaten, können aber je nach Grösse und Schmerzhaftigkeit eingestochen und ausgepresst werden.
Um optimale Resultate zu erreichen, sollten die Beine mindestens vier Wochen nach der letzten Verödungsspritze eingebunden werden.
Der Kompressionsverband ist morgens sofort nach dem Aufstehen anzulegen. Nicht erst herumgehen, sonst wird die Entstauung des Beines, die während der Nacht stattgefunden hat, wieder zunichte gemacht. Für eine wirkungsvolle Entstauung sollten die Beine, wenn es möglich ist, nachts hochgelagert werden. Die Kniekehlen dürfen dabei aber nicht durchhängen. Also Bett am Fussende hochstellen, Kopfkeil am Fussende genügt nicht.
- Zum Anlegen des Verbandes ist der Fuss, abgestützt auf eine Stuhlkante, immer rechtwinklig zu stellen
- Je nach Grösse und Umfang des Beines sind 8cm oder 10cm breite Binden für Kompressionsverbände am Unterschenkel am besten geeignet.
- Nehmen Sie die Binde so in die Hand, dass der aufgerollte Teil der Binde oben liegt und nach aussen zeigt. Nur auf diese Weise lässt die Binde sich am Bein abrollen.
- Die Binde beim Anlegen unmittelbar auf der Haut abrollen und beide Kanten gleichmässig in Ablaufrichtung anziehen. Niemals vom Bein wegziehen, sonst werden die beiden Bindenkanten ungleich gespannt und es entstehen strangulierende Schnürfurchen.
- Der Druck, den der Verband ausübt, muss im Fesselbereich am stärksten sein und zum Knie hin langsam abnehmen. Zu starker Druck in der Wadengegend verursacht gefährliche Stauungen. Ziehen Sie also die Binde am Knöchel stärker an und lassen Sie dann, entsprechend der Beinform langsam nach.
- Den richtigen Druck können Sie dadurch kontrollieren, dass sich die Zehen beim Anlegen zuerst leicht bläulich verfärben, beim Gehen aber wieder ihre natürliche Hautfarbe annehmen.
- Eingebunden wird immer der Fussbereich ab dem Zehengrundgelenk und die Ferse, damit alle Stauungen nur nach oben gepresst werden können.
- Grundsätzlich halten Bindungsverbände besser und länger, wenn Sie über die erste Binde eine zweite Binde in entgegengesetzter Ablaufrichtung anlegen.
Varizenverödungen sind generell kontraindiziert bei Bettlägerigkeit, arterieller Verschlusskrankheit, tiefer Venenthrombose, Diabetes mellitus, Nephritis, aktiver Tuberkulose und anderen fieberhaften oder eitrigen Infektionen, akuten schweren Herzerkrankungen, allen Erkrankungen und Situationen, die mit einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit einhergehen (z.B. hohes Lebensalter), sowie bei allen Patienten, bei denen eine Kompressionstherapie kontraindiziert ist. Beinödeme sind vor der Sklerosierung durch Kompressionstherapie zu entstauen.
ZUSAMMENFASSUNG
| Verödung | Operation |
|---|---|
| billiger keine Hospitalisation / Narkose kein Arbeitsausfall kann / muss in der Regel in bestimmten Abständen (Jahren) wiederholt werden | gut, falls Angst vor Spritzen bessere Langzeitresultate hinterlässt Narben |
| RISIKEN | |
| allergische Reaktionen (selten) ausgedehnte Venenentzündungen bleibende Hautflecken durch Injektion des Verödungsmittels neben der Vene (bei richtiger Technik kaum möglich) | tiefe Venenthrombosen (äusserst selten) Nervenverletzungen Blutergüsse Verletzungen von Hauptblutgefässen Infektionen |
Zusätzliche Venentherapie
- Bewegung! Längere Strecken laufen (mehr als 7 Schritte!)
- Gewichtsreduktion
- Füsse hochlagern
- Intensive Sonne- und Hitzeexposition vermeiden
- Beine mit kaltem Wasser abduschen
- Kompressionsbehandlung (Stützstrümpfe etc.)
- Rosskastanienpräparate zum Einnehmen