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Newsletter Oktober 2026

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  • Die SGK Akademie: Performance mit Simon Reichel und Angel Reve Robles
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Vom rätselhaften Leistungsknick zurück zur Bestform: Ein Fallbeispiel aus der Praxis

Anfang 2025 trifft es eine 27-jährige, ambitionierte Hobbysportlerin aus heiterem Himmel: Ein gewöhnlicher Atemwegsinfekt klingt ab, doch die gewohnte Leistungsfähigkeit kehrt nicht zurück. Stattdessen bestimmen anhaltende Bleimüdigkeit, ausgeprägte Erschöpfung nach Belastung (Post-Exertional Malaise (PEM)) und plötzliche Phasen von Herzrasen ihren Alltag. Der Frust ist gross – zumal der kardiologische Check-up und das routinemässige Labor symptomfrei ohne Befund bleiben. Ein klassisches Bild, das in der Sportmedizin immer häufiger Fragen aufwirft.

Auf Spurensuche: Wenn das Standardlabor nicht ausreicht

Bei der Erstvorstellung in unserer Sprechstunde im Mai 2025 lohnt sich der tiefere Blick: Ein Ferritinwert von 30 µg/l deutet auf einen funktionellen Eisenmangel hin – möglicherweise getriggert durch ein RED-S (Relative Energy Deficiency in Sport).

Ein erster Versuch mit oraler Eisensubstitution bringt jedoch nicht den erhofften Durchbruch. Im Gegenteil: Im Juli liegt das Ferritin trotz Einnahme bei nur noch 23 µg/l. Zudem zeigen sich eine Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus (EBV-IgM positiv) sowie spezifische Rheumafaktoren. Die rheumatologische Abklärung gibt jedoch Entwarnung: Der Rheumafaktor ist aktuell nicht ursächlich für den Zustand.

Der Durchbruch: Gezielte Kombinationstherapie

Im Oktober 2025 konnten wir also die verdächtigten Ursachen der Beschwerden gezielt angehen:

  • Intravenöse Eiseninfusionen, um die entleerten Speicher rasch und effektiv aufzufüllen.
  • Eine niedrig dosierte Betablocker-Therapie (1,25 mg) als zeitlich begrenzte Überbrückung, um die bedrängenden Symptome und das autonome Nervensystem zu beruhigen und die paroxysmale Tachykardie einzudämmen.

Die Reaktion erfolgt prompt: Die Herzfrequenz stabilisiert sich, die Erschöpfung weicht. Über die folgenden Monate kann die Athletin ihr Training systematisch wieder aufbauen – mit nachhaltigem Erfolg und stabiler Leistungsfähigkeit bis heute.

Key Takeaways für die Praxis

  • Eisenmangel ist nicht gleich Anämie: Ein funktioneller Eisenmangel ohne Anämie tritt gerade bei Sportlerinnen häufig auf (oft verschärft durch RED-S). Er beeinträchtigt Fatigue-Scores und Leistungsökonomie direkt – ganz unabhängig vom Hämoglobinwert.
  • Postinfektiöse Tachykardien im Blick behalten: In 30–40 % der Fälle folgen nach Virusinfekten (wie EBV) anhaltende Tachykardie-Syndrome. Eine Behandlung hilft manchmal zur symptomatischen Kontrolle hyperadrenerger Beschwerden und zur Stärkung der Leistungstoleranz.
  • Multifaktorieller Ansatz als Schlüssel: Erst das Zusammenspiel aus Eisenstatus, Infektserologie und gezielter symptomatischer Herz-Kreislauf-Steuerung führt aus der postviralen Erschöpfung zurück zur sportlichen Leistungsfähigkeit.

MD Simon Reichel

Stv. Chefarzt

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Nächster SGK Akademie-Event

Dienstag, 20. Oktober 2026, 19:00h

Performance

Sportliche Leistungsfähigkeit beginnt nicht mit einem Trainingsplan, sondern mit dem Verständnis des eigenen Körpers. Eine gezielte Abklärung von Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-System, Regeneration und individuellen Leistungsgrenzen zeigt, wo ungenutztes Potenzial liegt.

Der Vortrag zeigt, wie aus präziser Diagnostik eine persönliche Beratung entsteht — für mehr Leistung, bessere Regeneration und langfristige Gesundheit.

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Unser neues Logo zeigt verstärkt, wofür die Seegarten Klinik steht – Die drei roten Wellen verweisen auf unseren Standort am Zürichsee und stehen für Bewegung und ständige Wandlung. Denn wie das Leben ist auch Gesundheit nie statisch.

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